Energiemanagement

Warum soll ich ein Energiemanagementsystem einführen?


Mit Hilfe eines Energiemanagementsystems werden Energieströme systematisch erfasst. Es wird eine Entscheidungsunterstützung gegeben, welche Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz sinnvoll sind.

Gute Gründe für ein Energiemanagementsystem:

  • Reduzierung der Kosten: Steigende Energiekosten reduzieren den Gewinn. Mit einem Energiemanagementsystem können Schwachstellen systematisch entdeckt und beseitigt werden.
  • Schutz der Umwelt: Ein effizientes Energiemanagement kann durch eine Reduktion der Energieverbräuche zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen beitragen
  • Verbesserung der Außendarstellung: Sie können glaubwürdig darstellen, dass Ihr Unternehmen bewusst mit dem Thema Energie umgeht und so die Umwelt schützt
  • Nutzung von gesetzlichen Erleichterungen: Für den Spitzenausgleich (§ 10 StromStG und § 55 EnergieStG) und für die Besondere Ausgleichsregelung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein zertifiziertes Energiemanagementsystem Vorrausetzung

Was ist der Spitzenausgleich?


Der Spitzenausgleich wurde im Rahmen des Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform eingeführt, um Mehrbelastungen des produzierenden Gewerbes bei Strom- und Energiesteuern auszugleichen.

Das Ökosteuergesetz zielte darauf ab, den Energieverbrauch und damit die Klimabelastung zu verringern. Das durch die Erhöhung der Strom- und Energiesteuersätze zusätzliche Aufkommen sollte über eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge zu einer Senkung der Lohnnebenkosten führen.

Beim Spitzenausgleich wird die gezahlte Strom- und Energiesteuer ins Verhältnis zu den Arbeitnehmerkosten gesetzt. Zahlt ein Unternehmen mehr Energie- und Stromsteuer als Arbeitgeberanteile an der Rentenversicherung, können diese Mehrkosten erstattet werden.

Unternehmen, die bereits durch die Absenkung der Rentenversicherungsbeiträge profitieren (personalintensive Unternehmen), sollen nicht noch einmal durch die Gewährung des Spitzenausgleichs entlastet werden.

Die Steuererstattung im Spitzenausgleich ist also umso geringer, je personalintensiver ein Unternehmen, je niedriger der Rentenversicherungssatz und je niedriger die Menge des anrechenbaren Stromverbrauchs ist.

Wichtig: Auch wenn Sie vom Spitzenausgleich nicht mehr profitieren, können Sie die Anträge auf Steuerentlastung nach § 9b StromStG und § 54 EnergieStG trotzdem stellen. Hier ist die Einführung eines Energiemanagementsystems keine Voraussetzung.

Und was ist die Besondere Ausgleichsregelung?


Durch die Besondere Ausgleichsregelung kann ein stromkostenintensives Unternehmen nach §§ 63 ff. EEG bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen einen Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage stellen.

Wenn ein Unternehmen sehr große Strommengen für die Produktion benötigt und das Verhältnis der Stromkosten zur Bruttowertschöpfung aufgrund der EEG-Umlage ein besonders hohes Niveau erreicht, kann dies die Wettbewerbsfähigkeit einschränken und das Unternehmen zur Abwanderung ins Ausland veranlassen. Um dem entgegenzuwirken, wurde die Entlastungsmöglichkeit der Besonderen Ausgleichsregelung eingeführt.

Grundsätzlich sollen nur bestimmte Branchen von der Besonderen Ausgleichsregelung profitieren. Diese sind in den Listen 1 und 2 der Anlage 4 zu § 64 EEG 2014 festgelegt. Hinzu kommen noch die Schienenbahnunternehmen.

Voraussetzungen:

  • EEG-umlagepflichtiger und selbst verbrauchter Stromverbrauch größer als 1 GWh (bei nur knapper Überschreitung der Schwelle sollten die entstehenden Kosten (z. B. Prüfungsvermerk des Wirtschaftsprüfers und die Gebührenverordnung) beachtet werden).
  • Stromkostenintensität je nach Listenzugehörigkeit des Unternehmens:
    • Antragsjahr 2016 – Liste 1: Stromkostenintensität mindestens 17 %
    • Antragsjahr 2016 – Liste 2: Stromkostenintensität mindestens 20 %
  • Zertifiziertes Energie- oder Umweltmanagementsystem

Die Begrenzung der EEG-Umlage erfolgt auf Basis von Vergangenheitsdaten und wird mit Wirkung für das auf das Antragsjahr folgende Kalenderjahr (Begrenzungsjahr) gewährt.

Welche Energiemanagementsysteme gibt es?


Folgende Systeme sind zu unterscheiden:

  • Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001
  • Umweltmanagementsystem nach EMAS
  • Alternative Systeme nach SpaEfV und DIN EN 16247

Die oben genannten Normen beschreiben, welche Anforderungen das Energiemanagementsystem eines Unternehmens erfüllen muss.

Auch für nicht-energieintensive und für kleinere Unternehmen lohnt es sich, über ein Energiemanagement nachzudenken. Die Einführung nach DIN EN 16247 oder das alternative System nach SpaEfV sind deutlich günstiger als die Einführung nach DIN EN ISO 50001.

Schon durch einfache Analysen lassen sich Potenziale für einen sparsamen Umgang mit Energie identifizieren und spürbare Einsparungen bei den Betriebskosten erzielen.

Wie wir Ihnen helfen können

  • Prüfung, ob sich die Einführung eines zertifizierten Energiemanagementsystems für den Spitzenausgleich überhaupt noch lohnt.
  • Unterstützung bei der Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001, beim Energieaudit nach DIN EN 16247-1 oder bei der Einführung eines alternativen Systems nach Anlage 2 der SpaEfV.
  • Erfassung/Analyse der Energieträger und der energieverbrauchenden Anlagen, Identifikation von Energieeinsparpotenzialen.
  • Erstellung der erforderlichen Dokumentation in Zusammenarbeit mit Ihnen.
  • Unterstützung bei einer Zertifizierung durch Dritte.


Energiemanagementsysteme (BAFA).
Spitzenausgleich (Zoll).
Besondere Ausgleichsregelung (BAFA).
Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz im Zusammenhang mit der Entlastung von der Energie- und der Stromsteuer in Sonderfällen (SpaEfV).

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